Systematische Stellung:
Der Wittling oder Merian gehört zur Familie der dorschartigen Fische, die im Nordatlantik mit
38 Arten vertreten ist. Viele dieser Arten haben enorme wirtschaftliche Bedeutung.
Verbreitung:
Östlicher Nordatlantik, von der südöstlichen Barentssee und Island bis Portugal. Auch im Schwarzen
Meer, der Aegäis, Adria sowie angrenzenden Gewässern: Im nordwestlichen Mittelmeer kommt die
Art zwar vereinzelt vor, ist jedoch nicht häufig.
Gestalt:
Typische Gadidengestalt mit drei Rücken- und zwei Afterflossen. Körper etwas gestreckter und
schlanker als beim Dorsch. Der Kopf ist relativ spitz, Oberkiefer etwas vorstehend. Die Kinnbartel
ist sehr klein und fehlt bei erwachsenen Tieren völlig. Bauchflossen kehlständig.
Größe:
Gewöhnlich kaum größer als 25 bis 45 Zentimeter (als Maximalwerte werden 70 cm und etwa
3 kg Gewicht angegeben).
Färbung:
Variabel, Rücken meist gelblich braun, blaugrün oder gelbgrün, Körperseiten heller gelblich grau,
am Kopf auch weißlich oder silbrig. Der Bauch ist cremeweiß getönt. Als auffälliges Merkmal hat
der Wittling einen dunklen bis schwarzen Fleck an der Basis der Brustflossen.
Lebensweise:
Der Wittling ist ein Kälte liebender Fisch, der sich vor allem in Küstennähe über sandigem oder
lehmigen Grund aufhält und nur regionale Wanderungen unternimmt. Lebt bevorzugt in
Grundnähe (Jungtiere stärker pelagisch). Typischer Kleintierfresser. Regional häufig mit vertikaler
Tiefenwanderung im Tagesverlauf.
Fortpflanzung:
Lang andauernde Laichzeit über mehrere Monate, die Eier werden in Schüben abgesetzt. Das Laichen
findet im Winter zwischen 100 und 150, im Sommer um 80 Meter Tiefe statt.
Fang:
Schleppnetze, Langleine, Handangel
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